Auf der Suche nach Christus in seinem Wort

Aktuelle Beiträge

Gregor von Nazianz und die Bekenntnistaufe

Dieser Artikel ist Teil einer Reihe über die kappadokischen Väter und die Bekenntnistaufe. Gregor von Nazianz macht den Anfang. Von ihm stammt die eindringlichste Rede über die Taufe aus dem späten 4. Jahrhundert. Darin wird deutlich, dass die Taufe für ihn normalerweise mit Hören, Verstehen und einem eigenen Bekenntnis verbunden ist. Kleine Kinder ohne eigenes Bekenntnis sollen nur getauft...

Hebräer 10,29: Wen heiligt das Blut?

In meinem Artikel „Lehrt Hebräer 10 die Verlierbarkeit des Heils?“ habe ich die Worte „durch das er geheiligt wurde“ auf Christus bezogen. Da ich diese Deutung dort nur knapp begründet habe, möchte ich hier genauer erklären, warum ich sie für deutlich überzeugender halte als den Bezug auf den Abtrünnigen. Zur Grammatik Hebräer 10,29 spricht von dem, der „den Sohn Gottes mit Füßen getreten, das...

Lehrt Hebräer 10 die Verlierbarkeit des Heils?

26 Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig. 27 Es bleibt nur ein furchtbares Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird. 28 Hat jemand das Gesetz Moses verworfen, stirbt er ohne Barmherzigkeit auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Wie viel schlimmere Strafe...

Der Taufbegriff in der Septuaginta

In den kanonischen Schriften der Septuaginta erscheint die Wortgruppe báptō (βάπτω) / baptízō (βαπτίζω) insgesamt 20-mal.[1] In 15 Fällen gibt sie das hebräische Verb ṭābal (טבל) wieder. Die Belege reichen vom Eintauchen eines Ysopbüschels in Blut oder Wasser und eines priesterlichen Fingers in Blut oder Öl bis zum Tunken einer Stabspitze in Honig oder eines Bissens in Essig. Daneben bezeichnen...

Warum ich meine Meinung zum Millennium geändert habe

Abstract Dieser Beitrag begründet die amillennialistische Auffassung, dass das in Offenbarung 20 beschriebene Millennium keine zukünftige irdische Epoche, sondern die gegenwärtige himmlische Herrschaft Christi zwischen seinem ersten Kommen und seiner Wiederkunft bezeichnet. Dafür werden elf Argumente entfaltet: Die zwei Zeitalter: Die neutestamentliche Gegenüberstellung des gegenwärtigen und des...

Und so wird »ganz Israel« gerettet werden

»Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt ist, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird; und so wird ganz Israel gerettet werden.« (Röm 11,25–26) Was meint Paulus mit diesem Satz? Viele Christen erwarten, dass sich kurz vor der Wiederkunft Jesu eine große Erweckung...

Und das Wort war Gott

Johannes 1,1 gehört zu den zentralen christologischen Passagen des Neuen Testaments. Kaum ein anderer Vers hat in der Auslegungsgeschichte eine vergleichbare Rolle in der Frage nach der Gottheit Jesu gespielt. Besonders der letzte Satzteil „und das Wort war Gott“ steht seit jeher im Mittelpunkt theologischer Diskussionen. Es ist deshalb entscheidend, den genauen Wortlaut von Johannes 1,1 zu...

Das Matthäusevangelium

Das Matthäusevangelium markiert den Beginn des Neuen Testaments und damit den Übergang von Verheißung zu Erfüllung in Jesus Christus. Der folgende Überblick skizziert seine zentrale Botschaft, die leitenden Schlüsselbegriffe und die innere Struktur des Evangeliums. 1.    Botschaft Das Matthäusevangelium verkündet Jesus von Nazareth als den von Gott gesandten Messias, durch den...

Was bedeutet es, „lauwarm“ zu sein?

Kaum ein Wort Jesu löst bei Christen so schnell Unbehagen aus wie sein Urteil über die Gemeinde in Laodizea: „Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund“ (Offb 3,16). Das Wort „lauwarm“ wird häufig so verstanden, als gehe es um mangelnde Leidenschaft im Glauben: zu wenig Eifer, zu wenig Hingabe, zu wenig geistliches „Feuer“. Doch genau das ist ein...

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